PÄDAGOGIK 

UND 

POLITIK

PÄDAGOGIK 

UND 

POLITIK

Pädagogisch nachgedacht

Pädagogik und Politik – zu unserer Verortung

Unsere Arbeiten und Tätigkeiten sind in der Tradition kritischer Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie verortet. Kritik heißt im Kontext dieser Traditionen die systematisch durch distanzierendes Denken begründete Beanstandung realer gesellschaftlicher Verhältnisse mit dem Ziel ihrer nachhaltigen Humanisierung. In pädagogischer Hinsicht liegt das Ziel in der Anbahnung individueller wie kollektiver Mündigkeit, die die Gesellschaft dazu befähigen soll, ihre Entwicklung in emanzipatorischer Weise zu gestalten. Kritische Theorien der Pädagogik haben die Perspektiven dieser Anbahnung kritisch-realistisch auszuloten. 

Auf der Basis eines kritischen Gesellschaftsverständnisses und einer gesellschaftstheoretisch fundierten Kapitalismuskritik werden im Rahmen unserer Statements, politisch-pädagogischer Interventionen und Buchveröffentlichungen die geschichtlich-gesellschaftlichen Formen der Erziehung und Bildung analysiert und  beurteilt sowie die zentralen pädagogischen Fragestellungen der Gesellschaft bearbeitet. Den Bezugsrahmen unserer Statements und Buchreihen bilden u. a. die Marxsche Theorie, die Kritische Theorie („Frankfurter Schule“), die Praxisphilosophie Antonio Gramscis, Kritische Pädagogik und Kritische Bildungstheorie sowie die Traditionen Sozialistischer Erziehung.

Als kritische erziehungswissenschaftliche Plattform sind wir zwar ‚natürliche‘ Verbündete der politischen Linken, gleichzeitig ist es jedoch die Aufgabe einer kritisch-emanzipatorischen gesellschaftstheoretischen Plattform, politisch links sich definierende Positionen nicht gewissermaßen ‚automatisch‘ zu bestätigen, sondern sie im Sinne des Prinzips der Selbstkritik einer permanenten kritischen Beurteilung zu unterziehen. Dies gilt insbesondere auch für das pädagogisch-politische Handeln und Verhalten der Linken in der gegenwärtigen Gesellschaftskrise.

Juli 2021

Öffentliche Erklärung von Werner Rügemer

Corona-Politik: Dauer-Desaster und enorme Schäden - Notwendige Konsequenzen

SARS-COV-2 ist ein neuartiges Virus, das ernst zu nehmen ist und bei Menschen mit

geschwächtem Immunsystem und Vorerkrankungen in Abhängigkeit von Arbeits-, Sozialund

Wohnverhältnissen zu schwerer Krankheit und Tod führen kann. Jedoch verursachen

die zum Teil wissenschaftlich strittigen und teilweise nicht begründbaren Pandemie-

Maßnahmen der Bundesregierung enorme Schäden: in der Gesundheit der Bevölkerung,

insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, im Gesundheitssystem selbst, bei prekär

abhängig Beschäftigten und Solo-Selbständigen, bei Alleinerziehenden, bei isolierten

Alten, in der Wirtschaft. weiterlesen

Juni 2021

forum - wie weiter mit schule?

Was Kinder bzw. Jugendliche und ihre Familien jetzt und im Herbst brauchen – 

und was nicht 

Diskussionspapier des Forums „Schule – wie weiter?“ 

Im Forum „Schule – wie weiter?“ haben Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Erzieher und Eltern, Schulsozialarbeiter und andere Praktiker über ihre Erfahrungen mit dem Schul- und Freizeitlockdown für Kinder und Jugendliche berichtet. Nach mehr als einem Jahr Corona-Maßnahmen mit rigiden Kon-taktbeschränkungen und Hygieneregeln, geschlossenen Schulen, Fern- und Digitalunterricht sowie dem Wegfall nahezu sämtlicher Sport- und Freizeitangebote zeigen sich besorgniserregende Folgen bei den Jüngsten. Die Bildungspolitik tut jedoch weiterhin so, als sei das Schuljahr 2020/21 ein ganz normales Schuljahr, das mit Zeugnisnoten und Versetzungen beendet werden kann. Außerhalb der Bildungspolitik fühlt sich offenbar niemand in Deutschland für die Belange von Kindern und Familien zuständig. … weiterlesen

Juni 2021

Krieg gegen die Kinder

Franz Hamburger (Gastbeitrag)

Franz-Xaver Kaufmann, der Bielefelder Soziologe, war nicht für wilde Thesen bekannt. Vielmehr gehören seine Schriften zur Familie, zur Soziologie der Sicherheit und der Sozialpolitik und zur Religion zu den solidesten Analysen dieser Disziplin. Doch 1980 veröffentlichte er einen Aufsatz mit dem Titel „Kinder als Außenseiter der Gesellschaft“ (Merkur Nr. 387). Der Titel war nicht mit einem Fragezeichen versehen und die kurze Einleitung referierte durchaus Befunde dafür, dass es Kindern gut gehe wie nie zuvor. Aber die Struktur der modernen Gesellschaft dränge Kinder an den Rand, weil die Regeln der Gesellschaft für Berufstätigkeit und Freizeit, Mobilität und Konsum eine Lebenswelt hervorbringen, in der Kinder schlicht stören. … weiterlesen

Mai 2021

Stellungnahme kritischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Erziehungswissenschaft/Soziologie/Kindheitswissenschaften zur Impfung von Kindern


Hände weg von den Kindern. Nein zum Impfzwang!

Wir wenden uns entschieden gegen den immer lauter vorgetragenen Versuch, nun auch Kinder in die Impfstrategie der Bundesregierung einzubeziehen. Bekanntermaßen handelt es sich bei den von der Pharmaindustrie entwickelten genbasierten Impfstoffen um Notzulassungen, also um im Schnellverfahren zugelassene Vakzine, die nicht die für sie vorgesehenen, langjährigen Erprobungs- und Evaluationsverfahren durchlaufen haben. Diese Impfstoffe enthalten, wie wir nicht nur aus Deutschland wissen, nicht abschätzbare Risiken und Gefährdungen für die Gesundheit von Menschen jeden Lebensalters.

Umso problematischer muss daher das sich abzeichnende Unterfangen eingeschätzt werden, Kinder und Jugendliche massenhaft zu impfen. … weiterlesen


Gerne können Sie uns unterstützen und unsere o.g. Stellungnahme mit unterzeichnen. Einfach eine Mail an uns senden mit dem zu veröffentlichenden Namen (evtl. Titel, Institution, Organisation). Vielen DANK! … siehe hier

April 2021

Stellungnahme zum Coronakrisenmanagement

Die Herausgeberin und die Herausgeber der Reihen Pädagogik und Politik und Horizonte – Studienreihe Kritische Pädagogik kritisieren im Zusammenhang mit der gegenwärtigen gesellschaftlichen Krise und ihrer politischen Bearbeitung, dass die Politik offensichtlich nicht gewillt ist, den Pluralismus an Wissenschaftsdisziplinen und die Diversität wissenschaftlicher Positionen für verantwortbare Entscheidungen zu nutzen. … weiterlesen

Januar 2021

Kinder – die großen Verliererinnen und Verlierer der Corona-Krisenpolitik. 

Ein Kurzbericht

Auch wenn sich der vorliegende Bericht auf Deutschland konzentriert, ist die internationale Dimension einzubeziehen, insofern Lockdowns und Einschränkungen des Bewegungsspielraums der Menschen in „westlichen“ Gesellschaften direkte Auswirkungen auf ärmere Regionen der Erde haben. … weiterlesen

September 2020

Lockdown und soziale Distanzierung – Anmerkungen zu einem (unfreiwilligen?) gesellschaftspädagogischen Experiment und seinen Folgen

Was als ‚Corona-Krise‘ seit Monaten im öffentlichen Bewusstsein zirkuliert, ist eine globale gesellschaftliche Krise des kapitalistisch dominierten wirtschaftlichen Weltsystems. Nicht angezweifelt werden im vorliegenden Beitrag die mit dem Virus verbundenen gesundheitlichen Risiken. … weiterlesen

Juli 2020 

Vernachlässigte pädagogische Grundfragen 

in der gegenwärtigen Krisen-Bildungspolitik

Die durch das Corona-Virus verschärfte gesellschaftliche Krise wirft eine Vielzahl pädagogischer / bildungspolitischer Grundfragen auf, die von den bildungspolitischen Akteurinnen und Akteuren bis hin zu Bündnis 90/Die Grünen und zur Linkspartei kaum thematisiert werden, obgleich jene existenzieller Natur sind.  … weiterlesen

April 2021

Continuer à danser encore!

Warum für politischen Widerstand Aufklärung allein nicht genügt.

Der folgende Essay nimmt die gegenwärtige „Corona-Krise“ als Ausgang für grundsätzliche Fragen zu den Grenzen einer rationalistischen Kritik. Wie unter einem Brennglas zeigt das Beispiel die dramatischen Veränderungen hin zu einer repressiven Gesellschaft von totalitärem Charakter, wie sie noch vor einem Jahr nicht vorstellbar war. Allerdings geht es im Text um mehr. weiterlesen

Januar 2017

Offener Brief - Protestnote gegen den Auftritt von Prof. Dr. Werner J. Patzelt (Uni Dresden) im Rahmen der Ringvorlesung „Heimat“ am 23.01.2017

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrter Herr Cesana, 

sehr geehrtes Team des Studium Generale,

eher durch Zufall nahm ich vorgestern an dem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Werner J. Patzelt zum Thema „Heimatliebe, deutscher Patriotismus und neue rechte Bewegungen teil“.  … weiterlesen

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Taschenbuchreihe  „schulheft“ - siehe hier